1. Worum handelt es sich bei der Schufa?
2. Was passiert bei der Schufa?
3. Was hat es mit der Schufa-Klausel auf sich, die bei der Vergabe von Krediten beachtet werden muss?
4. Worum handelt es sich bei der Selbstauskunft der Schufa?
5. Worum handelt es sich beim Schufa-Scoring?
6. Ich möchte gern wissen, ob der Score-Wert der Schufa Daten enthält, die personenbezogen sind.
7. Wie wird dieser Wert beurteilt?
8. Wird die Eigenauskunft durch den Kunden negativ im Scoring festgehalten?
9. Was ist ein schufafreier Kredit?
1. Worum handelt es sich bei der Schufa?
Bei der Schufa handelt es sich um die so genannte „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Durch die Schufa werden sämtliche Vertragspartner, beispielsweise Banken, Telefonanbieter, Vermieter etc. darüber aufgeklärt, wie kreditwürdig ein Mensch ist. Hierdurch sollen die Vertragspartner davor geschützt werden, ihr Geld nicht zu bekommen, wodurch wiederum ein Verlust entstehen würde.
2. Was passiert bei der Schufa?
Bei der Schufa werden Daten der Vertragspartner hinterlegt, die durch Geschäftsbeziehungen oder von Privatkunden ermittelt werden. Sofern jemand einen Kredit aufnehmen möchte, wird bei der Schufa demnach hinterlegt, wie hoch die Kreditsumme ist und wie lange der Kredit zurückgezahlt wird. In diesem Fall spricht man von einem so genannten „Positivmerkmal“. Demzufolge gibt es auch „Negativmerkmale“. Diese werden dann eingetragen, wenn der Kunden den gewährten Kredit beispielsweise nicht zurückbezahlen kann. Einen Schufa-Eintrag gibt es auch dann, wenn ein Mahnverfahren und dergleichen gegen einen Schuldner eingeleitet wird. In diesem Fall stammen die Daten vom jeweiligen Gericht.
3. Was hat es mit der Schufa-Klausel auf sich, die bei der Vergabe von Krediten beachtet werden muss?
Von der Schufa werden bestimmte Daten an Unternehmen weitergeleitet. Geregelt wird dies in §29 Bundesgesetz. Allerdings darf eine Übermittlung der Daten ausdrücklich nur in solchen Fällen erfolgen, in denen der Kunde ausdrücklich einwilligt, und zwar in schriftlicher Form. Soll eine solche Einwilligung gegeben werden, spricht man von der so genannten Schufa-Klausel. Wer schon einmal einen Kredit aufgenommen hat – sofern er nicht ohne Schufa war – wird wissen, was eine Schufa—Klausel ist. Unterschrieben werden muss sie beispielsweise aber auch dann, wenn ein neues Konto eröffnet werden soll.
4. Worum handelt es sich bei der Selbstauskunft der Schufa?
In der Vergangenheit war es möglich, eine Selbstauskunft bei der Schufa einzuholen. Jeder Bürger konnte gegen Zahlung eines Betrages in Höhe von 7,60€ eine solche Auskunft einholen. Inzwischen ist es jedoch möglich, einmal jährlich eine kostenlose Schufa-Auskunft zu erfragen. Die Schufa darf keinen Gewinn aus etwaigen Einnahmen dieser Selbstauskunft erzielen. Durch die Schufa erfolgt eine Mitteilung, welche Daten inzwischen gespeichert wurden. Es wird allerdings nicht mitgeteilt, wir die Daten in der Vergangenheit eingesehen hat.
5. Worum handelt es sich beim Schufa-Scoring?
Das so genannte Schufa-Scoring richtet sich danach, wie die Erfahrungen mit einem Kreditnehmer in der Vergangenheit waren. Jemand mit einem positiven Scoring wird demnach sehr viel schneller einen erneuten Kredit bekommen als derjenige, der ein negatives Scoring hat, also mit einem geringen Prozentwert eingestuft wird.
6. Ich möchte gern wissen, ob der Score-Wert der Schufa Daten enthält, die personenbezogen sind.
Man kann nicht genau sagen, ob der Score-Wert der Schufa personenbezogene Daten enthält oder nicht. Die Schufa selbst meint, dass es sich bei diesem Wert nur um einen Schätzung handelt, die rein statistisch gewertet werden muss. Aus diesem Grunde handelt es sich um keinerlei auskunftspflichtige personenbezogene Daten. Allerdings werden die Werte einer bestimmten Person zugeordnet, sodass ein Wahrscheinlichkeit darüber vorliegt, wie kreditwürdig ein Mensch ist.
7. Wie wird dieser Wert beurteilt?
Nur dann, wenn der Kunde damit einverstanden ist, dass eine Übermittlung der personenbezogenen Daten an die Schufa erfolgt, kann der Score-Wert durch die Schufa ermittelt werden. Bei der Übermittlung der Daten an die Vertragspartner handelt es sich um eine im Bundesgesetz geregelte Datenübermittlung, die geschäftsmäßig ist.
8. Wird die Eigenauskunft durch den Kunden negativ im Scoring festgehalten?
Sobald eine Schufa-Auskunft eingeholt wird, sinkt der Score-Wert, was für den Kunden wiederum negativ ist. Deshalb war es in der Vergangenheit nur wenig empfehlenswert, eine Eigenauskunft einzuholen. Inzwischen dürfen diese Eigenauskünfte jedoch nicht mehr negativ im Scoring berücksichtigt werden, um dem Kunden hierdurch keinen Nachteil zu verschaffen.
9. Was ist ein schufafreier Kredit?
Sofern jemand plant, einen Kredit zu beantragen, wird in der Regel eine Schufa-Auskunft eingeholt. Deshalb wird sehr vielen Menschen ein Kredit verwehrt, da die Kreditwürdigkeit nicht besonders hoch ist. Praktischerweise werden in der heutigen Zeit jedoch schufafreie Kredite angeboten, und zwar von Banken aus der Schweiz. Beantragt werden können die Kredite ohne Schufa von Arbeitnehmern und Beamten. Die Kreditsummen sind in der Regel recht gering und der Kunde muss damit rechnen, recht hohe Zinsen zu bezahlen. Schließlich verzichtet die Bank darauf, eine Auskunft bei der Schufa einzuholen, was Vorteile in vielerlei Hinsicht hat. Das Scoring verschlechtert sich beispielsweise nicht und auch andere Vertragspartner der Schufa können nicht sehen, ob der Kunde bereits einen Kredit zurückzahlen muss oder nicht. Kredite ohne Schufa können nur auf ein deutsches Konto ausgezahlt werden. Der Antragsteller muss der Inhaber dieses Kontos sein.
