Überweisung

Wer über ein Girokonto verfügt, der wird ganz sicher auch schon einmal eine Überweisung getätigt haben. Bei dieser Überweisung handelt es sich um eine Transaktion, bei welcher Geld von einem Konto auf ein anderes Konto überwiesen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob beide Konten bei der gleichen Bank bestehen oder nicht. Es ist also auch möglich vom Konto der einen Bank auf ein Konto der anderen Bank überweisen.

Eine Überweisung kann nur durchgeführt werden, wenn der Kontoinhaber seine Bank mittels Überweisungsträger damit beauftragt. Wird der Überweisungsträger bei der Bank abgegeben, so muss er vom Kontoinhaber oder einem Bevollmächtigten unterschrieben sein. Im Falle des Online-Bankings wird statt der Unterschrift eine so genannte TAN-Nummer eingegeben. Sobald der Kunde die Überweisung eingereicht hat, werden diese an das so genannte Rechenzentrum der Bank weitergegeben. Von dort aus werden die Überweisungen durchgeführt.

Um einen Überweisungsträger ausfüllen zu können, muss der Kunde folgende Daten kennen:

Name des Absenders
Kontonummer des Absenders
Bankleitzahl der Bank, die mit der Überweisung beauftragt wird
Name des Empfängers
Kontonummer des Empfängers
Bankleitzahl der Bank, die die Überweisung entgegennimmt
Geldbetrag
Verwendungszweck

Sofern von einer Bank zu einer anderen Bank überwiesen wird, ist es notwendig, die Zentralbank einzuschalten. Bei Überweisungen innerhalb des gleichen Instituts wird die Zentralbank nicht involviert, sodass der gesamte Vorgang etwas schneller über die Bühne gehen kann.

Generell muss sich die Bank an bestimmte Bearbeitungszeiten halten, damit die Kunden so schnell wie möglich das überwiesene Geld erhalten und darüber verfügen können. Geregelt sind diese Fristen im BGB, genauer gesagt im § 676a. Zahlungen innerhalb der Europäischen Union müssen innerhalb von 5 Banktagen erledigt sein. Zwischen verschiedenen Instituten dürfen bei der Überweisung maximal 3 Banktage in Anspruch genommen werden. Sofern eine Überweisung bei nur einer Bank vorgenommen wird, dürfen maximal 2 Banktage beansprucht werden. Handelt es sich um die gleiche Filiale, so darf sogar nur 1 Banktag genutzt werden. Der Beginn der Frist beginnt nicht am Tag, an welchem die Überweisung eingereicht wird, sondern erst am darauffolgenden Tag. Banktage sind in diesem Fall alle Werktage. Samstage und Feiertage (24. und 31. Dezember) gehören nicht dazu.

Die Überweisung wird deshalb so gern genutzt, weil sie im Vergleich zu anderen Zahlungsmöglichkeiten sehr schnell funktioniert. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass die Überweisungen bei den meisten Banken sehr kostengünstig getätigt werden können. Vor allem das Online-Banking hat seine Vorteile und ist sehr kostengünstig.

Einen Nachteil hat die Überweisung jedoch trotzdem. Es ist nicht möglich, eine Überweisung, die bereits getätigt wurde, wieder rückgängig zu machen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass vor dem Einreichen der Überweisung die Daten genau geprüft werden. Ist der Auftrag erst einmal eingereicht, gibt es kein Zurück mehr. Zwar kann eine Überweisung gestoppt werden, sofern sie von der Bank noch nicht ausgeführt wurde. Dies ist allerdings mit einem großen Aufwand verbunden. Nach Fertigstellung der Überweisung kann das Geld nur noch vom Kontoinhaber, der das Geld erhält, zurückgefordert werden. Es ist jedoch nicht so einfach, diesen herauszufinden, da diese Daten nicht herausgegeben werden dürfen.



smava