Es gibt leider nur wenige Menschen, die in der heutigen Zeit mit ihrem Geld auskommen. Die Einkommen werden immer geringer, sofern sie überhaupt vorhanden sind und die Kosten für die Lebenshaltung steigen weiter und weiter an. Dass da kein Geld übrig bleibt, um neue Anschaffungen zu tätigen oder sich hin und wieder einmal einen Wunsch zu erfüllen, ist klar. Deshalb nutzen immer mehr Menschen die Gelegenheit, einen Kredit zu beantragen, um unterschiedliche Dinge finanzieren zu können.
Vom Kleinkredit, über den Autokredit bis hin zur Baufinanzierung ist wirklich alles dabei.
Um einen Kredit bekommen zu können, muss jedoch in der Regel das Einkommen stimmen. Hierüber müssen Nachweise erbracht werden. So wird nicht nur ein festes Einkommen, sondern auch ein fester Arbeitsplatz vorausgesetzt. Bei großen Finanzierungssummen müssen weitere Sicherheiten hinterlegt werden, so zum Beispiel Arbeitslosigkeitsversicherungen, Restschuldversicherungen oder die eigene Lebensversicherung. Die Banken sichern sich nach allen Seiten ab, um auf gar keinen Fall riskieren zu müssen, ihr Geld nicht zurück zu bekommen. Da Nachweise des Kunden noch nicht genug sind, wird die Bank auch eine so genannte Schufa-Auskunft einholen, bei welcher die Daten des Kunden hinterlegt sind. Aus dieser Schufa-Auskunft wird unter anderem ersichtlich, ob der Kunde bereits andere Kredite bedienen muss oder ob er hierzu möglicherweise nicht in der Lage ist.
Zwar muss die Schufa-Auskunft nicht hundertprozentig rein sein, allerdings richten sich nach dem Grad der Liquidität auch die von der Bank auszurechnenden Zinsen. Jemand, der als liquide eingestuft wird, kann somit damit rechnen, deutlich weniger Zinsen zu zahlen als jemand, der bereits mehrere Kredite abzahlen muss.
Die Zinsen eines Kredites errechnen sich allerdings nicht nur aus der Liquidität des Kunden, sondern auch aus den aktuellen Zinsen, die die Bank für einen Kredit festsetzt. Diese wiederum werdend in der Regel vom Leitzins der EZB abhängig gemacht. Weiterhin werden die Zinsen auch von der Länge der Kreditlaufzeit sehr stark abhängig gemacht. Wer einen Kredit über einen Zeitraum von 10 Jahren hinweg abbezahlt, wird somit deutlich mehr Zinsen zahlen, als bei einer Abzahlung innerhalb von 7 Jahren.
Bei der Beantragung eines Kredits, bzw. auch schon beim Kreditvergleich sollte der Verbraucher darauf achten, nicht nach dem angegebenen Nominalzins zu kalkulieren, sondern auf jeden Fall nach dem effektiven Jahreszins. Der Nominalzins kann nicht sehr viel aussagen, da er keinerlei Kosten der Banken, beispielsweise für den Verwaltungsaufwand beinhaltet.
Um dem Verbraucher zu ermöglichen, zumindest über einen kleinen Geldbetrag zu verfügen, werden in der heutigen Zeit auch so genannte Kleinkredite angeboten. Bei diesen müssen nur sehr wenige Nachweise erbracht werden, auf die die jeweilige Bank möglicherweise auch komplett verzichtet. Zudem besteht sogar die Chance, dass die Bank darauf verzichtet, vor der Kreditbewilligung eine Schufa-Auskunft einzuholen. Der Nachteil schufafreier Kredite kann jedoch sein, dass die Zinsen in die Höhe schnellen. Auf irgendeine Art und Weise möchte sich die Bank schließlich absichern. Für Kleinkredite bis 2.500 Euro werden allerdings selten Nachweise verlangt. Dies ist auch der Grund, warum immer mehr Warenhäuser sich dazu entscheiden, ihren Kunden Kleinkredite anzubieten, teilweise sogar zu sehr geringen Zinsen oder zu einer Null-Prozent-Finanzierung. Ein Kunde, der sich plötzlich all seine Träume so einfach erfüllen kann, ist ein zufriedener Kunde, der auch gern wiederkehrt.
Dennoch ist es wichtig, immer den Überblick zu behalten, um nicht in die Schuldenfalle zu tappen. Gerade durch die einfachen und schnellen Möglichkeiten, einen Kredit zu bekommen, unterschätzen sehr viele Menschen die Nachteile, die sich daraus ergeben können. Wer seine Finanzen nicht im Blick behält, kann sehr schnell zahlungsunfähig sein, was natürlich erhebliche Nachteile mit sich bringt.
Ein Kredit muss daher immer finanzierbar sein.

